Disposition der Ott-Orgel (1967)
in St. Markus, München
Karl Richter ließ 1967 eine neue Orgel bauen, die einem barocken Klangideal verpflichtet ist. Paul Ott (Göttingen) baute Spiel- und Registertrakturen rein mechanisch und intonierte das Instrument in nicht gleichstufiger Stimmung, sodass es für die Interpretation von Orgelliteratur vom 16. bis zum 18. Jahrhundert sehr reizvoll ist. Das Instrument wurde auf der Ostempore nahe der Kanzel aufgestellt. Die Orgel wurde 1988 von der Firma Rohlf aus Seitzental überholt, ohne die Disposition anzutasten. Rohlf intonierte die für Barockmusik typische „Werckmeister-Stimmung“, die dem Instrument bis heute seinen besonders farbigen Klang verleiht. 2021 wurde sie von der Firma Frenger aus Feldkirchen-Westerham generalsaniert und dabei klanglich an den 2010 veränderten Kirchenraum angepasst.
Hauptwerk C-g'''
16': Quintadena
8': Prinzipal
8': Rohrflöte
4': Oktave
4': Gedacktflöte
2': Oktave
2.2/3': Quinte
Mixtur 4-5fach
8': Trompete
Brustwerk (schwellbar) C-g'''
8': Holzgedackt
4': Spitzgedackt
2': Prinzipal
1.1/3': Nasat
1': Sifflöte
8': Musette
Tremulant
I. Rückpositiv C-g'''
8': Gedackt
4': Prinzipal
4': Quintade
2': Blockflöte
Sesquialter 2fach
Scharf 3-4fach
8': Cromorne
Tremulant
Pedalwerk C-f'
16': Offenbass
8': Oktave
8': Gedacktpommer
4': Oktave
2': Nachthorn
Mixtur 5fach
16': Posaune
Spielhilfen
Koppeln:
BW/HW
RP/HW
HW/Ped
RP/Ped
Schweller BW