Holger Boenstedt

. . . geb. 1954, erhielt ersten Musikunterricht  in Münster bei Emil Schmidt (Klavier) und Rudolf Reuter (Orgel).

Anschließend folgten Studien an den Musikhochschulen in Detmold  und Hamburg bei  den Prof. Henry (Klavier), Tramnitz und Wunderlich (Orgel) sowie Schneidt und Brückner-Rüggeberg (Dirigieren).  Meisterkurse bei Anton Heiller, Gaston Litaize und Harald Vogel (Orgel) sowie Helmuth Rilling und Sergiu Celibidache (Dirigieren) ergänzten die Ausbildung.

Von 1977 bis 1985 bekleidete Boenstedt das Amt des Kantors an der Schloßkirche Ahrensburg (Holstein).

1986 – 2012 wirkte er als Kirchenmusikdirektor an die Markuskirche München in der Nachfolge von Karl Richter und Hedwig Bilgram. Seine Arbeit mit dem von ihm  gegründeten Markus-Chor München umfasste die ganze Breite der Chormusik vom Barock bis zur Avantgarde.

Viele Münchner Erstaufführungen fanden unter seiner Leitung statt, so das Requiem von Andrew Lloyd Webber oder die Kirchenoper „Mass“ von Leonard Bernstein.

Als Organist hat er Gesamtaufführungen der Werke von Buxtehude, Bach, Mendelssohn, Franck, Widor und vielen weiteren aufgeführt.

Seit 2012 arbeitet Holger Boenstedt als freier Musiker. Als Konzertorganist ist er Gast internationaler Konzertzyklen. Mit dem von ihm gegründeten „Schwabinger Bach-Ensemble“ pflegt er das Repertoire der Barockmusik von der Sonate bis zum Konzert (Bach: Brandenburgische Konzerte, Händel: Wasser- und Feuerwerksmusik) in historischer Aufführungspraxis. Als Dirigent beschäftigt er sich mit der Interpretation sinfonischer Werke (Mozart, Bruckner u.a.).

CD-Aufnahmen und Rundfunkproduktionen mit Holger Boenstedt dokumentieren seine Arbeit. Konzertreisen führen regelmäßig in europäische und amerikanische Kulturzentren.